ARIMAX koppelt historische Preisbewegungen mit erklärenden Variablen wie Angebotsbestand oder Preisnachlässen. Mit korrekt gesetzten Lags erfassen wir führende Signale aus Listings und Nachfrage. Eine regelmäßige Re-Kalibrierung pro Quartier verhindert Drift, während Diagnosen von Autokorrelation und Residuenstruktur das Modell ehrlich halten und Überanpassungen früh sichtbar machen.
Baumbasierte Verfahren wie XGBoost fangen Interaktionen und Nichtlinearitäten zwischen Indikatoren elegant ein. Strenge Regularisierung, Zeitreihen-sensible Cross-Validation und Feature-Konsistenz sichern Generalisierbarkeit. Wichtig: keine Leckage durch zukunftsnahe Merkmale. Mit fein abgestimmten Lernraten liefern solche Modelle oft robuste, handlungsrelevante Prognosen für das nächste Quartal.
Hierarchische Modelle teilen Information zwischen benachbarten Stadtteilen, ohne lokale Besonderheiten zu verwischen. Räumlich-zeitliche Ansätze erlauben Spillover-Effekte entlang realer Nachbarschaften. So kann ein Schock in einem Viertel teilweise auf angrenzende Bereiche überschwappen. Diese Struktur verbessert Genauigkeit, besonders dort, wo Daten pro Mikrogebiet dünn sind.
Statt zufälliger Splits simulieren wir echte Zeitabläufe: trainieren bis Quartal t, testen auf t+1, danach vorwärts rollen. So zeigen wir, wie Modelle unter realen Aktualisierungstakten funktionieren. Stabilität über viele Fenster zählt mehr als ein einziger Glanzwert, der zufällig perfekt wirkt, aber kaum wiederholbar ist.
Für Verkäufer ist eine Unterschätzung ungünstig, für Käufer schmerzt Überbewertung. Wir modellieren diese Asymmetrie mit quantilen Verlustfunktionen und szenariobasierten Kostenmatrizen. Dadurch entstehen Prognosen, die nicht nur statistisch besser passen, sondern Entscheidungen nahe am tatsächlichen Risiko- und Nutzenprofil unterstützen.